Das Dorf Le Juch

Das Dorf Le Juch

Auf Bretonisch: «Ar yeuc’h», auf Deutsch: «Turmhügelburg, Hochsitz»
Aussprache: «lö schük»
Bevölkerung: 721 Einwohner, die Juchois.

Der Ort wird zum ersten Mal 1254 erwähnt, Jugum auf Lateinisch, 1292 Le Gug, und 1325 und 1379 wieder Jugum, 1453 Le Jucq, und 1565 Juch.

Der älteste bretonische Name ist Ar Yeuh, eine Variante des Bretonischen Hoh, «Haufen, Aufhäufung».

Dieser Name ist von dem keltischen Wort iukko abgeleitet.

Doch es gibt eine phonetische Analogie mit dem altfranzösischen Wort Juc, Joc,
«Hühnerstange, Hühnerstall», und so tritt im 15. Jahrhundert das Wort Jucq auf.

Im Mittelalter etabliert sich die Familie aus Juch als eines der ältesten und wichtigsten Adelsgeschlechter der Cornouaille.

Die Lehnsherren von Juch nahmen an den Kreuzzügen Anfang des 13. Jahrhunderts teil und beteiligten sich auch an den Kriegen im 14. Jahrhundert. Zu dieser Zeit fungierte dieser Lehnsherr als Kammerherr* am herzoglichen Hof (*verantwortlich für alle Dienste im Schlafzimmer eines Herrschers). Doch der Aufstieg der Familie ging weiter: wie andere niederbretonische Lehnsherren dienten sie ab Ende des 14. Jahrhunderts dem französischen König.

1541 erstreckte sich die Lehnsherrschaft von Juch, die inzwischen zahlreiche Rechte und Vorrechte errungen hatte, von der Pointe du Raz bis nach Trégourez und von Ploéven bis nach Plobannalec. Die Lehnsherrschaft hielt die gehobene, mittlere und niedrige Rechtsprechung inne und besaß in Juch sogar Gefängnisse.

Das Wappen der Barone von Juch war «azurblau mit einem bewaffneten und gezungten Silberlöwen (weiß mit Zähnen, Klauen und roter Zunge)»

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