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Cap Sizun,

der Westzipfel Europas

Frische Meeresluft

Unweit von Douarnenez sind auch die Highlights des Cap-Sizun zu entdecken, herrlich natürliche Landschaften und andere Sehenswürdigkeiten.

Die archäologischen Ausgrabungen von Menez Dregan

Wer wissen will, wie die Menschen in der Steinzeit lebten, besichtigt Menez Dregan in Plouhinec: eine Zeitreise auf den Spuren unserer Vorfahren. Vor 465 000 Jahren lernte Homo Heidelbergensis, das Feuer zu beherrschen und jagte auf den heute vom Meer überdeckten Ebenen Mammuts.

Eine Höhle, eine Grabstätte und ein Dolmen-Großsteingrab: In Menez Dregan fand man Spuren der Urgeschichte, die von der Altsteinzeit bis zur Jungsteinzeit ca. 5000 Jahre v. Chr. reichen. Ein Lehrpfad mit neun Stationen führt an der Küste entlang, präsentiert die Besonderheiten der drei archäologischen Ausgrabungsstätten und die Geschichte der Menschen, die hier lebten.

Die Mühlen-Straße

Die Keriolet-Mühle wurde 1868 erbaut und verbirgt sich in einem windgeschützten Tal in einem magisch anmutenden Hain. Das Mühlrad hat einen Durchmesser von 8m und wird vom Wasser eines Baches angetrieben, der sich durch Moos, Farngewächse und Granitstein bis hin zur Mühle schlängelt. 2008 wurde sie restauriert. Hier wird Bio-Mehl gemahlen und Honig hergestellt.

In Plouhinec steht die Tréouzien-Mühle. 1812 wurde sie erbaut und kann seit Juni 2015 auch besichtigt werden. Sie steht in einem kleinen Tal in der Nähe des geschützten kleinen Hafens Pors Poulhan. Auch in dieser Mühle wird Mehl gemahlen. Der Strom aus Eigenproduktion stammt von der Kleinwindanlage mit den beiden Windrädern.

In Cléden-Cap-Sizun stehen noch zwei Windmühlen. Während solche Mühlen früher im ganzen bretonischen Küstengebiet häufig anzutreffen waren, sind heute fast gar keine mehr übrig.

 

Naturschutzgebiet Goulien

Dieses Naturschutzgebiet wurde 1959 vom Verein Bretagne Vivante-SEPNB gegründet und wird auch heute noch von dieser Organisation verwaltet. Es war eines der ersten Naturschutzgebiete ganz Frankreichs und ist heute ein Zufluchtsort für viele bemerkenswerte, in der Bretagne höchst seltene Vogelarten. Trottellumme, der Nordatlantische Eissturmvogel, der Wanderfalke, die merkwürdige Alpenkrähe, der Kolkrabe, die Krähenscharbe und die Heringsmöwe nisten hier jedes Jahr im Frühling in den Felsen.

Schutzhäfen im Cap-Sizun

Am Fuße der Felsen des Cap Sizuns trifft man auf in die Felsen gehauene kleine, gut geschützte Häfen. Die Menschen, die an dieser wilden Küste lebten, fanden ab Ende des 19. Jahrhunderts diese geniale Lösung, um ihre Boote zu schützen. Die Seefahrer bauten diese kleinen Häfen in der Nähe der Meerespassage Raz de Sein, ein besonders fischreiches Gebiet. Manche haben nur einen Deich, andere auch eine Winde oder Hütten.